»Weiße Hemden und Lackschuhe! Ich werde euch zeigen wie man lebt!« verspricht die als Hexe verschriene Großmutter ihren beiden neunjährigen Enkeln. Es ist Krieg und damit ändert sich das Leben der Zwillingsbrüder grundlegend: Wohl behütet in der »Großen Stadt« aufgewachsen werden die Jungen in höchster Not von ihrer Mutter auf ’s Land gebracht. Zur bisher ihnen unbekannten Großmutter. Diese aber ist alles andere als fürsorglich und liebevoll und nur gegen Geld bereit, die Knaben bei sich aufzunehmen. Schwere körperliche Arbeit, Hunger und Prügel sind an der Tagesordnung. Aber: anstatt den Mut zu verlieren, härten sich die Brüder bewusst ab. Durch Übungen machen sie sich immun gegen alles was ihnen gefährlich werden könnte. Schmerz, Beleidigungen, Hunger, Kälte. Sie eignen sich alle Fähigkeiten an, die zum Überleben unentbehrlich sind. Sie trainieren Körper und Geist, sie üben sich in Geschicklichkeit, Genauigkeit und Grausamkeit. Was sie zum Überleben mitten im Krieg begreifen müssen, bringen sie sich selbst bei. Sie beobachten genau. Nichts entgeht ihrer Aufmerksamkeit. All dies tun sie gemeinsam. Nie geht einer ohne den anderen aus dem Haus. Alle wesentlichen Erkenntnisse, schreiben sie als Aufsätze in ein großes Heft und entwickeln dabei einen ganz eigenen Humanismus… (Quelle: http://www.societaetstheater.de/media/files/Zeitung/07-I/das-grosse-heft.pdf )
nach Agota Kristof
Aus dem Französischen von Eva Mollenhauer
REGIE: Wenke Hardt
DRAMATURGIE: Anik Feit
SPIEL: Andreas Salamon, Sebastian Haase, Veronika Nowak-Jones
AUSSTATTUNG: Alexander Schulz
PREMIERE: 13.04.2006
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